Sauna nach dem Sport – gut oder lieber warten?

Entspannung in der Sauna nach dem Sport und Training

Nach dem Training direkt in die Sauna? Für viele gehört das einfach dazu. Gerade in Fitnessstudios liegt der Gedanke nahe: erst Sport, dann Wärme, dann Entspannung. Aber ist das wirklich eine gute Idee – und sollte man sofort nach dem letzten Satz in die Sauna gehen?

Die kurze Antwort lautet: Ja, Sauna nach dem Sport kann angenehm und sinnvoll sein. Aber nicht unbedingt sofort.

Erst runterkommen, dann in die Sauna

Nach einem intensiven Training arbeitet der Körper noch auf Hochtouren. Puls und Körpertemperatur sind erhöht, man hat geschwitzt und Flüssigkeit verloren. Deshalb ist es sinnvoll, dem Kreislauf zunächst etwas Zeit zu geben, sich zu beruhigen.

Ein kurzes Cool-down, lockeres Gehen, bewusstes Atmen oder leichtes Dehnen helfen dabei, den Körper langsam aus der Belastung herauszuführen. Auch BARMER empfiehlt nach dem Training eine solche Abkühlphase, bevor zusätzliche Wärmebelastung dazukommt.

Erst wenn der Puls wieder ruhiger ist und man sich stabil fühlt, ist die Sauna der angenehmere nächste Schritt.

Warum fühlt sich Sauna nach dem Sport so gut an?

Wärme erweitert die Blutgefäße und viele Menschen empfinden die Muskulatur danach als entspannter. Auch mental kann der Wechsel vom Training in die ruhige Wärme sehr angenehm sein.

Die Sauna ersetzt allerdings keine echte Regeneration. Schlaf, ausreichend Ruhe und Erholung bleiben entscheidend dafür, dass sich der Körper nach körperlicher Belastung wieder erholt. Genau darauf weist auch das finnische UKK Institute hin.

Die Sauna kann also Teil eines Regenerationsrituals sein – aber nicht dessen Ersatz.

Muss es nach dem Sport besonders heiß sein?

Nein. Gerade nach einem anstrengenden Training muss die Sauna nicht maximal heiß sein.

BARMER empfiehlt nach intensiver  eher mildere Temperaturen, damit der bereits beanspruchte Organismus nicht zusätzlich überfordert wird. Ein Saunagang von ungefähr 8 bis 15 Minuten kann dabei bereits ausreichen.

Wie immer gilt: Der eigene Körper ist wichtiger als jede feste Zahl. Wenn sich die Hitze unangenehm anfühlt, sollte man früher hinausgehen.

Trinken nicht vergessen

Beim Sport verliert der Körper Flüssigkeit, in der Sauna kommt weiterer Flüssigkeitsverlust hinzu. Deshalb sollte man zwischen Training und Sauna ausreichend trinken.

Wasser oder ungesüßte Getränke sind dafür meist völlig ausreichend. Wer sehr intensiv oder lange trainiert hat, sollte besonders auf seine Flüssigkeitszufuhr achten.

Und was ist typisch finnisch daran?

In Finnland wird Sauna traditionell nicht unbedingt als „Recovery Tool“ betrachtet. Sie gehört vielmehr selbstverständlich zum Alltag.

Nach Bewegung, Schwimmen, körperlicher Arbeit oder einem Tag draußen kann die Sauna einfach der Moment sein, an dem der Körper zur Ruhe kommt.

Vielleicht ist genau das der schönste Gedanke: nicht ständig nach maximaler Leistung oder maximaler Regeneration zu suchen, sondern bewusst einen Übergang zu schaffen.

Erst Bewegung. Dann Ruhe. Dann Wärme.

Und wie sieht dein Ritual nach dem Sport aus?

Quellen

BARMER – Regeneration nach dem Sport

UKK-Institut, Finnland – Erholung, Ruhe und Ernährung

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